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Familientage in Wien - persönliche Erfahrung

Wie ist es, mit Kindern eine Stadt zu besichtigen? Frust oder Lust? Anhand meiner Reise nach Wien, in Begleitung meiner neunjährigen Tochter, kann ich sagen: Definitiv Lust anstelle von Frust.

Wir flogen mit SWISS von Zürich aus nach Wien. Bereits das Check-in am Familienschalter in Zürich Kloten war sehr entspannt. Die Flugzeit nach Wien beträgt rund 1 Stunde und 20 Minuten. Nach Ankunft hat uns der Bus direkt zum Hotel gebracht. Hereinspaziert im 25Hours Wien. Beim Museumsquartier tauchen die Gäste in die bunte Zirkuswelt von Artisten, Clowns und Elefanten ein. Das Hotel ist ihre Bühne. Die Krone des Spektakels: Der Stadtbekannte Dachboden mit spektakulärem Blick über die Wiener City und das Museumsquartier. Ausserdem gibt es dort die besten Drinks der Stadt. Das Restaurant 1500 Foodmakers serviert coole italienische Küche mit amerikanischem Einschlag.

Zu Beginn haben wir die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entdeckt. Unser erstes Ziel war der weltberühmte Prater. Im so genannten «Wurstlprater» konnten wir dank der Prater Highlights-Karte viele Attraktionen gratis benutzen. Rummelplatz für viele, Ort nostalgischer Träume für manche, grüne Oase für fast alle - und Standort des Riesenrads, eines der berühmtesten Wiener Wahrzeichen. Der Wiener Prater hat von März bis Oktober Saison. Das weltberühmte Riesenrad und einige andere Attraktionen haben aber das ganze Jahr geöffnet. Das Abendessen haben wir im Biergarten der Kolariks Luftburg eingenommen. Die Erwachsenen geniessen unter Kastanienbäumen Stelze und das berühmte Budweiser Bier, während die jungen Gäste auf dem Spielplatz und den Hüpfburgen auf ihre Kosten kommen.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Schloss Schönbrunn. Mit der Panoramabahn ging die Fahrt vorbei an der Gloriette, mit Blick über Wien, zum Tierpark Schönbrunn. Der älteste Zoo der Welt liegt mitten in der kaiserlichen Sommerresidenz Schönbrunn. In einer einzigartigen Verbindung von Kultur und Natur entdeckt man den vielleicht schönsten Zoo der Welt. Mehr als 500, zum Teil bedrohte Tierarten, haben hier ein Zuhause und einen Überlebensraum für ihre Art gefunden. Die Highlights während unserer privaten Führung waren die Koalas, die Pandas sowie die neugeborenen Geparden-Babys. Das Mittagessen durften wir im Kaiserpavillon einnehmen. Im Jahre 1750 erbaute Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, im Zentrum des Tiergartens, einen prächtigen Frühstückspavillon. Er wurde mit opulenten Fresken, Ölbildern und Spiegeln ausgestattet, welche Kriege und Bomben überdauert haben. Ein kurzer Spaziergang führte uns zurück zum Schloss Schönbrunn. Am Nachmittag haben wir das Kindermuseum besucht. Während der Führung «Leben am Kaiserhof» konnten die Kinder in Gewänder und Rollen der Kinder von anno dazumal schlüpfen und in vergangene Zeiten eintauchen. Im Kindermuseum Schloss Schönbrunn gibt es viel Interessantes über das Alltagsleben der Kaiserkinder zu entdecken. Die Zeit bis zum Abendessen haben wir mit Eis essen und bummeln an der Mariahilfer Strasse verbracht. Die Mariahilfer Strasse  ist die grösste Einkaufsstrasse  Wiens.

Nach dem Abendessen kamen wir in den Genuss einer 40-minütigen Rundfahrt mit dem Fiaker durch die Altstadt. Sie gehören zu Wien wie der Stephansdom und das Riesenrad: Die Fiaker. Eine Fahrt mit einer der zweispännigen Kutschen gehört für viele Touristen zum Höhepunkt einer Wien-Reise. Einen gemütlicheren Weg, die Schönheiten Wiens zu erkunden, gibt es fast nicht.

Am Samstag Morgen ging es zu Fuss Richtung Naschmarkt. Der bekannteste Markt in Wien sorgt mit rund 120 Marktständen und Lokalen für ein buntes kulinarisches Angebot von Wienerisch bis Indisch, von Vietnamesisch bis Italienisch. Das Mittagessen haben wir in Glacis Beisl eingenommen. Das Glacis Beisl im Museumsquartier besticht im Sommer durch einen der schönsten Schanigarten der Stadt. Ganzjährig ist hier, auf einem erhaltenen Stück der historischen Stadtmauer Wiens, dinieren, feiern und geniessen angesagt.

Am Nachmittag haben wir die Hofburg besichtigt. Doppel König? «k.u.k.» bedeutet «kaiserlich und königlich» und kommt aus der Zeit, als der Kaiser von Österreich zugleich König von Ungarn war. Was ist denn eigentlich diese Hofburg? Von allem etwas, ist wohl die richtige Antwort. Vor 700 Jahren, also in der Ritterzeit, wurde sie als Burg gebaut und heute ist sie eine Ansammlung von Gebäuden, in denen Kaiser und Kaiserinnen, Prinzen und Prinzessinnen, Erzherzöge und Erzherzoginnen  wohnten, feierten und regierten. Nicht nur die kaiserlichen Kinder wurden streng erzogen, auch die Pferde. Was jetzt wie ein Ballett aussieht, hat seinen Ursprung in der Kriegskunst des 15. Jahrhunderts. Die Pferde durften nicht einfach herum galoppieren und springen, sondern mussten komplizierte Schritte und Figuren lernen. Ihren Namen haben die weissen Hengste, die bei der Geburt schwarz sind, übrigens nach dem Ort, in dem sie gezüchtet werden. Die Lipizzaner können heute in der Spanischen Hofreitschule besichtigt werden.

Am Abend ging es mit dem Bus zum Abendessen beim Heurigen  Feuerwehr Wagner. Seit mehr als 330 Jahren betreibt die Familie Wagner, urkundlich nachgewiesen, ein Weingut, das sich mittlerweile über 12 ha Weingärten in Wien und Klosterneuburg  Weidling erstreckt. Der älteste Kellerteil des Hauses stammt bereits aus dem 17. Jahrhundert. Während die Erwachsenen das Abend Buffet genossen, konnten sich die kleinen Gäste auf dem grosszügig angelegten Abenteuerspielplatz nach Herzenslust austoben.

Vor dem Rückflug konnten wir nochmals die Annehmlichkeiten der Vienna City Card (viennacitycard.at) benutzen. Der Besuch im Haus der Musik setzte den Schlusspunkt auf unseren abwechslungsreichen Aufenthalt in Wien. Wiens einzigartiges Klangmuseum, das Haus der Musik, lädt in der Altstadt zu einer musikalischen Reise im historischen Palais Erzherzog Karl ein. Hier blickt man den grossen Komponisten von einst beim Komponieren  über die Schulter, begegnet den besten Musikern der Gegenwart und schaut in die musikalische Zukunft der Computermusik. Bei einer Führung tauchten wir ein in die Welt der Klänge.

Mein Fazit nach 4 Tagen Wien mit meiner Tochter: Vienna calling… wir kommen bestimmt bald wieder! Eine Städtereise mit Kindern bedarf einer etwas anderen Planung. Wenn man sich jedoch Zeit für Gross und Klein einräumt, werden genau diese Reisen für alle in toller Erinnerung bleiben.

Die Zeit vergeht, die Erinnerung jedoch bleibt. Ich freue mich, Sie und Ihre Familie mit Tipps zu unterstützen

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Neptunbrunnen Schloß Schönbrunn, Wien
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