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Reisebericht Marrakesch

Studienreisebericht Marrakesch 22. bis 25. Februar 2019

Von Monika Zankl

Die Studienreise startete mit einer Flugverspätung von rund 4 ½ h. Die für die Strecke  Zürich-Marrakesch vorgesehene Maschine hatte einen technischen Defekt und die Ersatzmaschine musste zuerst von ihrer regulären Rotation wieder in Zürich eintreffen. Der Flug war aber dann, wie man es von Edelweiss Air gewöhnt ist, sehr angenehm und das Bordpersonal wie immer sehr freundlich. Anstatt um die Mittageszeit kamen wir somit erst am späteren Nachmittag in Marrakesch an und vom ursprünglich vorgesehen Programm reichte es gerade noch für eine erste, kurze Hotelbesichtigung sowie für einen kurzen Bummel durch den Souk. Dieser ist vor allem am späteren Nachmittag sehr belebt und wir liessen uns von einem Guide durch das Gewirr von Gassen führen und genossen die quirlige Atmosphäre. Ich glaube, alleine hätten wir den Ausgang nicht mehr gefunden.  Der Souk bietet Touristen eine tolle Gelegenheit für Einkäufe von Gewürzen, Lederwaren und Dekorationsgegenständen. Die Einheimischen kaufen ihren täglichen Bedarf von Lebensmitteln über Kleider, Alltagsgegenständen etc. dort ein.

Nach dem Souk besuchten wir den berühmten Platz «Djemma El Fna». Dort fanden früher Hinrichtungen statt, daher auch sein Name «Platz der Gehängten». Er befindet sich im Herzen der Medina (Altstadt) und sollte unbedingt bei Dämmerung besucht werden. Dann finden sich dort Schlangenbeschwörer, Wunderheiler und Geschichtenerzähler ein und zahlreiche Garküchen bieten authentische marokkanische Gerichte an, bis hin zum Schafskopf – nichts für Zartbesaitete!

Zum Abendessen waren wir im gediegenen Restaurant DAR ZELLIJ eingeladen. Zuerst genossen wir einen Apéro auf der zauberhaften Dachterrasse, danach ein sehr feines Abendessen im wunderschön, authentisch arabisch dekorierten Speisesaal.

Der nächste Tag war den Hotelbesichtigungen gewidmet. Gerne gebe ich diese Informationen persönlich an Sie weiter.

Anschliessend besuchten wir den botanischen Garten «Jardin Majorelle», welcher 1923 vom französischen Maler Jaques Majorelle gegründet wurde. Im etwas ausserhalb der Medina gelegenen Garten finden sich über 300 Pflanzenarten aus allen 5 Kontinenten.  Neben den Palmen, beeindrucken vor allem die riesigen Kakteen. Im Garten befindet man sich sozusagen in  einer anderen Welt, ausserhalb des hektisch-staubigen Marrakeschs. Durch die unzähligen Pflanzen ergibt sich ein angenehm kühlender Schatten.  Mitten im Park befindet sich der Gedenkstein für den französischen Modedesigner Yves Saint Laurent. Er hatte schon zu Lebzeiten in Marrakesch eine zweite Heimat gefunden hat. Zusammen mit seinem Lebensgefährten Pierre Bergé hat er die verwilderte Anlage 1980 gekauft und renoviert.

Am dritten Tag machten wir einen Ausflug ins Ourika-Tal, am Fusse des Atlasgebirges. In dieser Jahreszeit waren die Gipfel noch schneebedeckt und dadurch präsentierte sich ein wunderschönes Landschaftsbild. Im Vordergrund grüne und braune Hügelketten, im Hintergrund Schneeberge und dies bei stahlblauem Himmel – sehr beindruckend! Das Mittagessen, eine traditionelle Tajine, wurde uns in einem einfachen Restaurant, in einem kleinen Dorf inmitten der Berge serviert. Der Höhepunkt der Reise stand uns noch bevor. Als krönenden Abschluss des Tages durften wir in einem Camp in der Steinwüste Agafay einchecken. Nach einem rumpligen Ritt auf Dromedaren freuten wir uns auf den Apéro am Lagerfeuer und das anschliessende Abendessen. Der Sternenhimmel in der Wüste ist absolut einzigartig und unvergesslich.  

Am vierten Tag unternahmen wir eine Quad-Tour, eine abenteuerliche und staubige Angelegenheit. Anschliessend durften wir unter kundiger Anleitung unsere eigene Tajine zubereiten und danach geniessen.

Schon ging es zurück Richtung Flughafen und es hiess Abschied nehmen von Marrakesch. Pünktlich und zuverlässig, wie man es von Edelweiss gewohnt ist, wurden wir nach Hause geflogen.

Marrakesch ist eine faszinierende Stadt; orientalisch, geheimnisvoll aber auch laut und hektisch. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, in einem Riad zu übernachten.  Ein echter Riad ist um einen begrünten Hof angelegt. Die Innenhöfe (Patio) dienten früher unter anderem als Gärten, verfügen über einen Springbrunnen oder Pool und sind das Herz eines solchen Stadthauses. Alle Räume sind nach diesem Hof ausgerichtet. Ein Riad besteht in der Regel aus 2 – 3 Stockwerken. Durch die oft meterdicken Mauern sind diese ganzjährig gut temperiert. Eine Klimaanlage ist - wenn überhaupt – selbst im Sommer nur im obersten Stockwerk nötig. Die meisten Riads verfügen über wunderschön dekorierte Terrassen, sie sind begrünt und laden zum Sonnenbaden oder einem herrlichen Panoramablick über die Dächer der Medina ein.

Preislich sind von der ganz einfachen Variante bis zum absoluten Luxushaus alle Möglichkeiten buchbar. 

Unbedingt empfehlenswert und ein MUST ist ein Ausflug in die Umgebung (Ourika-Tal, Kik-Plateau) oder ins das zauberhafte Fischerdorf Essaouira mit der schönen Promenade und dem Hafen.  Für Abenteuerlustige bieten sich eine Mountainbike- oder Quad-Tour an und Romantiker buchen eine Fahrt mit dem Heissluftballon.

 

Beitragsbild
Djemma-el-Fna 1.2
Kik Plateau - Atlasgebirge 20
Kik Plateau - Atlasgebirge 11.
Lagerfeuer im Wüstencamp
Tajiine Kochkurs im Wüstencamp 3
Tajiine Kochkurs im Wüstencamp 5
Marrkesch_03
Marrkesch_02
Marrkesch_01

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