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Reisebericht Sri Lanka

Reisebericht Sri Lanka Februar 2022

Von Monika Zankl

Mitte Januar haben mein Mann und ich die aufgrund von Corona seit Nov 2020 verschobene Reise nach Sri Lanka in Angriff genommen.

Nach einem entspannten Nachtflug mit Edelweiss Air sind wir am frühen Morgen in Colombo gelandet und von unserem lokalen, deutschsprechenden Guide herzlich begrüsst worden. Unsere erste Übernachtung war in Negombo geplant. Dies liegt direkt am Meer und ist nur ca. 20 Fahrminuten vom Flughafen entfernt.

Am folgenden Morgen startete unsere Rundreise Richtung Dambulla. Der Verkehr in Sri Lanka ist chaotisch, es gibt keine Regeln, ausserdem herrscht Linksverkehr. Unser Driver hatte dies sehr gut im Griff und fuhr uns sicher nach Dambulla. Nach dem Check-in im Hotel blieb Zeit für ein Mittagessen, danach wurden wir für die Besichtigung des Höhlentempels, auch «Goldener Tempel» genannt, abgeholt. Die Tempelanlage ist UNESCO-Weltkulturerbe, sehr gut erhalten und einer der Grössten seiner Art in Sri Lanka.

Der nächste Tag war der Besichtigung/Besteigung der Löwenfelsens «Sigiriya» gewidmet. Der 200 m hohe Felsen ist bereits von Weitem sichtbar und ist, eingebettet in die grüne Ebene, sehr eindrücklich. Der fantastische Ausblick, der sich uns von oben geboten hat, musste mit dem Aufstieg über 1200 Treppen verdient werden.  Dies war bei 32 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit eine echte Herausforderung. Der Nachmittag war dem Besuch einer Holzschnitzerei sowie einer Seidenfabrik gewidmet. Leider lag bei beiden das Schwergewicht nicht auf dem Handwerk sondern eher auf dem Verkauf der entsprechenden Produkte.

Am folgenden Tag besichtigten wir die antike Ruinenstadt Polonnaruwa, ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Der Königspalast sowie die zahlreichen Tempel wurden im 13. Jahrhundert überfallen, geplündert, anschliessend verlassen und lagen danach über 600 Jahre im Dschungel verborgen. Die Engländer entdeckten die Stadt und begannen im 19. Jahrhundert mit den ersten Ausgrabungen.

Am nächsten Tag verliessen wir unser Hotel in der Nähe von Dambulla und fuhren Richtung Kandy. Die ehemalige und letzte Königsstadt liegt idyllisch an einem See. Im berühmten «Zahntempel» wird ein Zahn Buddhas aufbewahrt. Die Reliquie befindet sich in einer kleinen, goldenen «Stupa», auf welche man beim Vorbeigehen einen kurzen Blick erhaschen kann.  Dreimal täglich findet im Tempel eine Zeremonie statt, bei der die Gläubigen Opfergaben in Form von Essen oder Blütenblättern überreichen.  Alljährlich wird in Kandy die berühmte Prozession «Kandy Perahera» durchgeführt. Ein farbenprächtiger Umzug mit Trommlern, Tänzern und über 100 Elefanten. Den Nachmittag verbrachten wir im Botanischen Garten. Er ist mit seiner Grösse von ca. 80 Hektaren und mehr als 4000 Pflanzenarten einer der grössten in Asien. Der Spaziergang durch diesen wunderschönen Park war herrlich entspannend. Nebst zahlreichen Palmenarten sind auch die riesigen Bambusbäume sowie das Orchideenhaus sehr eindrücklich. Die Hauptattraktion ist wohl aber ein «Ficus Benjamina». Man sagt, sein Blätterdach sei so gross, dass 2000 Leute gleichzeitig darunter Schatten finden würden.

Die nächste Etappe führte uns ins Hochland, nach Nuwary Eliya. Die höchst gelegene Stadt Sri Lankas wird auch «Little England» genannt. Tatsächlich ist die britische Kolonialzeit in Form von vielen, im britischen Landhausstil errichteten Häusern, noch deutlich sichtbar. Die Gegend ist bekannt für ihren Teeanbau, den weltberühmten «Ceylon-Tea». Ein grosser Teil der Landschaft wird durch die grünen Pflanzen bedeckt, ein wunderschöner Anblick. Teepflückerinnen, meist Tamilinnen, ernten pro Tag 20 – 25 kg Teeblätter, welche in den verschiedenen Teefabriken vor Ort verarbeitet werden. Wir hatten Gelegenheit, den entsprechenden Prozess bei einer Führung in einer der ältesten Manufakturen zu beobachten. Selbstverständlich durfte im Anschluss daran eine Tasse Tee nicht fehlen. Übernachtet haben wir im Grand Hotel, einem sehr schönen Haus und – very british.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein eine 3-stündige Zugfahrt durch das grüne Hochland Richtung Ella. Unser Guide hatte Tickets in der 1. Klasse besorgt. Dies war zwar sehr angenehm, da klimatisiert, aber dadurch waren die Fenster nicht zu öffnen. Eine Fahrt in der 2. Klasse mit offenen Fenstern wäre authentischer und bietet auch die bessere Gelegenheit, die wunderschöne Landschaft fotografisch festzuhalten. Im Anschluss erwartete uns eine ca. 3-stündige Fahrt zum Yala-Nationalpark.

Tags drauf war früh aufstehen angesagt. Wir wurden um 06.00 abgeholt und starteten unsere Safari. Nebst zahlreichen Vogelarten sahen wir Krokodile, Mungos, Leguane, Warane, Wasserbüffel, Hirsche sowie einige Elefanten aus nächster Nähe. Das Highlight war ein Leopard, den wir allerdings nur aus grosser Distanz und mit einem Feldstecher beobachten konnten. Obwohl der Yala mit 30 Tieren eine der grössten Populationen an Leoparden hat ist es schwierig, die scheuen Tiere aufzuspüren. Nach einem langen und anstrengenden Tag liessen wir den Abend in unserem, direkt am Meer gelegenen Hotel ausklingen, wo uns beim Abendessen eine Wildschweinfamilie mit ungefähr 30 Tieren besuchte.  

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns vom Yala Nationalpark und machten uns auf den Weg nach Mirissa. Ein nächstes Highlight erwartete uns. Der Küstenort ist bekannt für «Whale watching». In dieser Gegend sind unter anderem Blauwale ganzjährig anzutreffen, aber natürlich gehört auch eine grosse Portion Glück dazu, sie aufzuspüren. Nach ca. 2 h Fahrt trafen wir auf eine Delphinschule. Wir konnten sie aus nächster Nähe beobachten und sie begeisterten uns mit ihren akrobatischen Sprüngen – ein tolles Erlebnis. Leider hat sich die Aussage bewahrheitet, dass dort wo sich Delphine aufhalten, sich keine Wale zeigen. Der Kapitän versuchte sein Bestes, seine Bemühungen wurden aber nicht belohnt. Den Giganten der Meere, der bis zu 33 m lang und 200 Tonnen schwer werden kann, haben wir nicht gefunden. Wir verbrachten noch 2 weitere Tage in Weligama Bay, einem Hotspot für Surfer, und besuchten die Stadt Galle. Die von Festungsmauern umgebene Stadt gehört zum Weltkulturerbe und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Auf unserem Weg nach Bentota besuchten wir eine Schildkröten-Auffangstation. Dort werden verletzte und kranke Tiere gepflegt und nach Möglichkeit nach ihrer Genesung wieder frei gelassen. Ebenfalls werden Schildkröten-Eier «kontrolliert» ausgebrütet und die Jungtiere nach dem Schlüpfen ins Meer entlassen.

Nach der sehr eindrücklichen und interessanten Reise durch dieses wunderschöne Land verbrachten wir noch ein paar Tage am kilometerlangen Strand vom Bentota und liessen es uns im TAJ-Hotel gut gehen.

Fazit: Sri Lanka - die «Perle im Indischen Ozean» - ist auf jeden Fall eine Reise wert. Faszinierende Landschaften, ein aussergewöhnliches Kulturerbe, freundliche und hilfsbereite Menschen, exotische Tiere und Pflanzen, tropische Strände und fantastische Sonnenuntergänge haben uns begeistert.

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