Reisebericht von Rita Fluri-Groth
9. - 14. Juni 2026
Im Juni durfte ich eine sehr interessierte Gruppe an eine meiner Lieblingsorte in Spanien begleiten. Bilbao und weitere beeindruckende Highlights im spanischen Baskenland erwarteten uns.
Da es ein kurzer Morgenflug war und der Flughafen nahe an der Stadt liegt, konnten wir den Transfer in unser Stadthotel mit einem kurzen Stopp beim Aussichtspunkt Artxanda (Mirador de Artxanda) verbinden. Der Hausberg von Bilbao ist der perfekte Ort für einen Panoramablick über die ganze Stadt, mit Flussschleife und Guggenheim-Museum.
Nach Ankunft im Hotel erwartete uns ein typisches Pintxos-Buffet mit feinen baskischen Köstlichkeiten. Am späteren Nachmittag hat uns unsere baskische Reiseleiterin Izaskun eine erste Einführung zum Aufstieg Bilbaos von der Industriestadt zur heutigen Kulturmetropole vermittelt. Auf der anschliessenden Bootstour und einem Glas Cava auf der Ria de Bilbao eröffnete sich uns eine wunderschöne Kulisse bis zur ältesten Schwebefähre der Welt, der Brücke von Biskaya. Das UNESCO-Weltkulturerbe aus dem Jahr 1893 ist bis heute in Betrieb und ein Wahrzeichen der Region.
Der zweite Tag begann mit einem Spaziergang durch das Labyrinth der Altstadt (Casco Viejo) und endete in der Markthalle La Ribera. Die Markthalle mit den schönen Glaskunstfenstern wurde 1990 als grösster überdachter Markt im Guinness Buch der Rekorde erwähnt. Die Lage am Nervion ist perfekt, um von hier aus auf eigene Faust zum Hotel zurück zu gelangen und unterwegs einen Lunchstopp einzulegen. Zudem liegt die Gran Via in der Nähe. Bilbaos Hauptgeschäftsstrasse bietet ein modernes Einkaufserlebnis.
Am späteren Nachmittag war der Besuch im weltberühmten Guggenheim-Museum angesagt. Das ikonische Bauwerk von Frank Gehry fasziniert bereits von aussen. Innen begeistern sowohl die Dauer- und Wanderausstellungen mit moderner Kunst.
Abends gings rein ins Vergnügen bei einer typischen Pintxos-Tour in verschiedenen traditionellen Bars, so wie es die Einheimischen auch geniessen.
Auf dem Weg ins Umland begegneten wir am dritten Tag der Geschichte und Spiritualität des Baskenlandes im historischen Herzstück Gernika und Loyola.
Zuerst besuchten wir Gernika: Bekannt durch Picassos berühmtem Gemälde und dem historischen Versammlungshaus (Casa de las Juntas) mit dem alten Eichenbaum. Danach fuhren wir weiter zum Heiligtum von Loyola: Eingebettet in die grünen Hügel, steht ein beeindruckender Barockkomplex, der Geburtsort des Ignatius von Loyola, Gründer des Jesuitenordens. Weiter gings an die Küste nach Getaria einem kleinen Fischerdorf und zu einer Weindegustation des einheimischen Txakoli Weines, der in der Region angebaut wird.
Am Ende des Tages erreichten wir San Sebastian. Unser Hotel liegt auf dem Monte Igueldo mit einem fantastischen Panoramablick auf das Meer und die berühmte Muschelbucht La Concha.
Der nächste Morgen war reserviert für einen Spaziergang durch die Altstadt mit den eleganten Bauten der Belle Epoque. San Sebastian, auch Perle der Kantabrischen Küste genannt, liegt formvollendet an der muschelartigen Bucht Bahia de la Concha und begeistert jeden Besucher.
Am Nachmittag besuchten wir die grüne Hauptstadt des Baskenlandes, Vitoria-Gasteiz. Sie beeindruckt mit ihrer gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Gegen Abend trafen wir im Weinbaugebiet Rioja Alavesa ein. Eine etwas andere Art der Übernachtung erwartete uns in einem kleinen charmanten Hotel mitten in den Rebbergen.
Der nachfolgende Tag war ganz dem Erkunden des Weingebietes Rioja Alavesa gewidmet. Vorbei an imposanten, modernen Weingütern mit avantgardistischer Architektur, entworfen von unterschiedlichen Stararchitekten. Eines davon, Ysios, haben wir besucht und waren alle total begeistert. Es liegt wunderbar eingefügt in die Sierra de la Cantabria und wurde vom Stararchitekten Santiago Calatrava entworfen.
Der Mittagshalt im kleinen, von mittelalterlichen Mauern umgebenen Städtchen Laguardia konnte individuell gestaltet werden. Es ist einer der schönsten historischen Orte in der Rioja Alavesa mit einem malerischen Blick auf die Weinberge der umliegenden Landschaft. Am Nachmittag folgte dann die Rückfahrt nach Bilbao.
Der Spaziergang über die Calatrava-Brücke und das feine Abendessen mit baskischen Spezialitäten bildeten den perfekten Abschluss unserer Reise.
Zusatzreise
Ich freue mich, mit weiteren Gästen vom 1. – 6. Oktober das Baskenland nochmals zu bereisen und die Vielfalt dieser Gegend zu erleben. Man kann davon nie genug bekommen und jede Reise fühlt sich anders an. Nutzen Sie die Gelegenheit. Das Baskenland wird auch Sie begeistern.
Einmal im Jahr solltest Du einen Ort besuchen, an dem Du noch nie warst.
Dalai Lama