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Reisebericht Island

Reisebericht Gruppenreise Island „Das Land aus Feuer und Eis“ vom 20. bis 29. Juli 2018

von Hansruedi Hauri Jun.

Tag 1   Zürich Reykjavik

Mit ICELANDAIR flogen wir um 14.00 Richtung Reykjavik. Nach rund 3h 50 konnten wir bereits das Gepäck entgegennehmen und uns anschliessend zum privaten Transfer in die Stadt begeben. Die Fahrt führte über die baumlose, von Lavafeldern und Vulkankegeln geprägte Halbinsel Reykjanes. Nach einem kurzen Bummel durch die nördlichste Hauptstadt der Welt genossen wir das erste gemeinsame Nachtessen in einem traditionellen Restaurant. Bei taghellen Lichtverhältnissen konnten wir die Stadt auch noch spät am Abend erkunden.

Tag 2   Hveragerdi – Seljalandsfoss – Skogafoss

Bei leichtem Regen wurden wir am Morgen von unserem Driverguide empfangen. Wir verliessen die Stadt und erreichten durch ein grosses Lavafeld beim Pass Hellisheidi den landwirtschaftlich geprägten Süden. Bei der Treibhausstadt Hveragerdi dampfte es überall aus dem Boden. Entlang der Südküste warteten bekannte Wasserfälle auf uns. Mit Regenschutz bekleidet wagten wir uns hinter den Seljalandsfoss. Der Skogafoss fällt 60m in die Tiefe. Nach etwas mehr als 400 Treppenstufen erreichten wir eine Platform an der Wasserkante, von wo sich ein toller Blick über das Farmland und aufs Meer hinaus bot. Unweit davon besichtigten wir das Heimat-, Freilicht- und Transportmuseum. Dort erfuhren wir, wie die Isländer früher lebten und wie sich die Verkehrsmittel entwickelt haben.

Tag 3    Schwarze Strände – Lavafelder – Gletscher Vatnajökull

Ein intensiver, langer Tag erwartete uns! Lohnenswert waren die schwarzen Strände und die imposanten Küstenformationen bei Vik, dem südlichsten Punkt Islands. Die Fahrt führte durch ein kilometerlanges, altes Lavafeld und man war bei den skurrilen Formationen nie sicher, ob und wie viele Trolle hier wohnen. Vom gigantischen Vulkanausbruch im 18. Jahrhundert wurde der Ort Kirkjubaerklaustur verschont. Bei gutem Wetter entdeckten wir weiter östlich bereits die Gletscherwelt des Vatnajökull, dem mit über 8’000 km2 grössten Gletscher Europas. Immer neue Eiskappen und Gletscherzungen erschienen auf der Fahrt Richtung Osten. Von den Gletscherflüssen wurden riesige Sanderflächen geschaffen. Beim Svinafellsjökull im Nationalpark Skaftafell waren wir bereits sehr nahe am Eis. Ein weiteres Highlight war weiter östlich bei der Gletscherlagune Jökulsarlon. Auf dem Wasser trieben Eisberge in allen Grössen, durchzogen von schwarzen Streifen, die von Lavasand und Lavaasche herrühren - ein unvergessliches Naturschauspiel. Die Bootsfahrt auf der Lagune war sehr eindrücklich! Auch die Eisblöcke am naheliegenden Strand waren beeindruckend. Nach einem langen Tag übernachteten wir in Höfn.

Tag 4   Dem Meer entlang durch die Ostfjorde – Lögurinnsee

Heute entdeckten wir die Osfjorde. Hoch aufsteigende Berge lassen nur einen schmalen Streifen für die Ringstrasse, welche stellenweise steil über dem Nordatlantik entlangführte. Dies ist der geologisch älteste Teil Islands mit Gesteinen, die ca. 16-20 Millionen Jahre alt sind. Wir umfuhren Fjord um Fjord, Leuchttürme säumten unseren Weg. Eine schöne Überraschung war der Kaffeestopp beim Elterlichen Ferienhaus unseres Guides. Die Ringstrasse und Hauptstrasse der Insel ist hier noch nicht ganz durchgehend asphaltiert. Mit scharfen Stopps musste wegen Schafen auf der Strasse jederzeit gerechnet werden. Eine längere Pause gönnten wir uns im kleinen, malerischen Fischerhafen Djupivogur. Ab hier gab es verschiedene Wege zum heutigen Tagesziel und wir entscheiden uns für die spektakuläre Strasse am Fjordende hochzufahren. Am Ende des Tages erreichten wir den aufgestauten Lagarfljot, den Lögurinnsee bei Egilsstadir

Tag 5    Besuch bei den Papageitauchern und Elfen im Borgarfjördur Eystri

Viele Leute nehmen sich für den Osten zu wenig Zeit – leider. Nicht aber unsere Gruppe! Der heutige Tag führte uns in den Borgarfjördur Eystri. Wir folgten dem Fluss Lagarfljot, überquerten den «Wasserpass» Vatnskard und gelangten in den abgelegenen, idyllischen Fischerort Bakkagerdi. Dort ist Islands bekanntester Maler Johannes Sveinsson Kjarval aufgewachsen. Selbst gemäss Wikipedia galt dieser Ort seit jeher als besonderer Sitz von Elfen. Dem Elfenkönig wird nach der Überlieferung der Hügel Alfaborg (Elfenburg) als eine seiner Wohnorte zugesprochen. Wir sahen uns dort um, genauso, wie wir in der Nähe des Ortes versuchten, die nistenden Papageitaucher zu finden. Wir wurden nicht enttäuscht, bei anfänglichem Regen fanden wir hunderte Papageientaucher auf einer Klippe. Ganz nahe konnten wir diese beobachten. Nach dem Mittagessen konnten wir in der nahegelegenen Bucht sogar einen Wal sehen. Am späteren Nachmittag fuhren wir diesmal bei schönem Wetter zurück nach Egilsstadir.

Tag 6   Mödrudalur – Myvatn

Nachdem wir Egilsstadir verlassen haben, wurde die Vegetation fast mit jedem Höhenmeter spärlicher und die Landschaft mondähnlich. In Mödrudalur fanden wir die höchstgelegene, noch bewirtschaftete Farm Islands. Nach einem kurzen Kaffeestopp fuhren wir weiter zum Naturparadies Myvatn. Im Gebiet um den Myvatn-See (deutsch Mückensee) gehören verschiedene Lavaformen genauso zum Erscheinungsbild, wie fruchtbare Ebenen mit saftigem Grün und dem vielfältigen Vogel- und Entenleben. Am Fusse des Namafjall liegt das stark schweflige Solfatarengebiet Namaskard mit Erdspalten, aus denen stetig Dämpfe austreten, mit brodelnden Schlammtöpfen und Heissdampfquellen. Es wurde uns empfohlen, nicht mit den Händen die Temperatur zu messen! Die Pseudokrater des Myvatn gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe. Am späten Nachmittag fuhren wir zum Eyjafjördur, wo wir zweimal übernachteten.

Tag 7   Whale Watching in Husavik – Godafoss – Akureyri

Husavik ist der Walbeobachtungsort schlechthin und wir hatten die Chance, diese faszinierenden Meeressäuger zu entdecken. Die zweieinhalbstündige, grosse Walsafari im Schnellboot war ein fantastisches Erlebnis und wir konnten viele Wale aus nächster Nähe beobachten. Auf dem Weg nach Akureyri liegt der Götterwasserfall Godafoss, welcher wohl am meisten unserem Rheinfall ähnelt. In der beschaulichen Stadt am Eyjafjord unternahmen wir bei strömendem Regen eine kleine Stadtrundfahrt. Der Botanische Garten präsentierte sich mit vielen blühenden Blumen. Akureyri ist eine Stadt mit junger Bevölkerung, weil hier auch Fachhochschulen angesiedelt sind. Mit Regenschirm ausgerüstet konnten wir die Stadt mit seinen Geschäften und Cafés erkunden. 

Tag 8    Skagafjördur – Kjölur-Hochlandstrecke – Hveravellir – Gullfoss

Vom Hotel erhielten wir ein Lunchpaket für den heutigen Tag. Entlang der Ringstrasse fuhren wir in den Skagafjördur. Kurz nach Varmahlid zweigten wir ab Richtung Hochland. Die Kjölurstrecke ist dank dem Wasserkraftwerk auf der Nordseite noch zahm, aber die Strasse wurde immer holpriger. Während unserer Fahrt über die wüstenähnliche Hochlandpiste Kjölur entdeckten wir bei tollem Wetter die Gletscher Langjökull und Hofsjökull. Wer würde in Hveravellir heisse Quellen vermuten? Wer die Badehosen dabei hatte, konnte ein Bad geniessen. Die Hochlandstrecke wird im südlichen Teil holpriger, aber wir kamen dem Gletscher Langjökull immer näher. Kurz nachdem wir den Asphalt wieder erreichen, durften wir bei blauem Himmel den Wasserfall Gullfoss bewundern, dessen Wasser sich über zwei Kaskaden in einen tiefen Canyon stürzt. Wir hatten das Glück, das Schauspiel wurde von einem Regenbogen begleitet.

Tag 9    Geysir –Thingvellir – Reykjavik

Vom Hotel erreichten wir nach wenigen Fahrminuten das Tal Haukadalur, dem grossen Thermalgebiet, wo sich der berühmte Geysir und sein kleinerer, sehr aktiver Bruder Strokkur befinden. Hier galt definitiv «Morgenstund hat Gold im Mund»! Alle paar Minuten schoss eine Wasserdampffontäne in die Höhe. Die Geduld der Fotografen war hier wirklich gefragt. Anschliessend besuchten wir den Nationalpark Thingvellir, der sich nördlich des Sees Thingvallavatn erstreckt. Hier wurde im Jahre 930 das erste demokratische Parlament der Welt gewählt. Wir entdeckten die Schlucht bei einem gemütlichen Spaziergang.

Thingvellir liegt auch in einem geologisch sehr interessanten Gebiet: Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und hier befindet sich die Stelle, an der die Bruchstellen des Auseinanderdriftens der amerikanischen und eurasischen Kontinentalplatten deutlich zu sehen sind. Schlussendlich erreichten wir wieder die Zivilisation in der bunten und lebendigen Hauptstadt Reykjavik. Nun mussten wir uns von unserem lokalen Guide verabschieden Das Abschlussabendessen genossen wir bei einem tollen Fischbuffet.

Tag 10    Rückflug nach Zürich

Frühmorgens mussten wir bereits an den Flughafen damit wir den Flug um 07.20 Richtung Zürich erreichten. Mit vielen schönen Erinnerungen landeten wir um 13.00 in Zürich Kloten.

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