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Reisebericht Neuseeland

Aotearoa – Das Land der langen weissen Wolke. So nennen die Maoris Neuseeland.

von Sandra Kohli

Im letzten Januar erfüllte ich mir einen grossen Traum und bereiste für fast vier Wochen dieses wunderschöne Land. Gerne erzähle ich Ihnen von meinem schönen Abenteuer am anderen Ende der Welt….

Nordinsel

Zugegeben, die Anreise dauert schon sehr lange. Da wir mit Singapore Airlines über Singapur flogen, planten wir dort einen Stopover von drei Tagen ein. Anschliessend flogen wir mit einem Direktflug weiter nach Auckland. Unser Hotel lag direkt am Hafen. Das lebhafte Zentrum konnten wir sehr gut zu Fuss erreichen. Von hier aus starten auch viele Bootstouren durch die umliegenden Buchten und mit etwas Glück kann man auch Delfine sehen.

Zwei Tage später nahmen wir unseren Mietwagen entgegen. Jetzt hiess es, aufpassen und immer schön links bleiben. Unsere erste Etappe führte uns auf die Coromandel Halbinsel. Diese abwechslungsreiche Gegend bietet weisse Sandstrände, grüne Wälder, Thermalquellen und gemütliche Ortschaften.

Alle Fans von „Die Chroniken von Narnia“ werden die tolle Kulisse der Cathedral Cove sicherlich erkennen. Wir besuchten diesen wunderschönen Ort mit dem Wassertaxi und genossen bei einem Picknick die Zeit am Strand. Frisch gestärkt wanderten wir für eine Stunde der Küste entlang zurück zum Parkplatz. Die Wanderung hat sich gelohnt. Beim Fussmarsch durch den Wald, voller Silberfarn (Nationalsymbol Neuseelands), konnten wir eine tolle Aussicht über die Küste geniessen.

Suchen Sie ein Thermalbad direkt am Pazikifkstrand? Dann darf ein Besuch des Hot Water Beach nicht fehlen. Jeweils zwei Stunden vor und nach der Ebbe kann man sich mit einem Spaten (gibt es oft in den Unterkünften oder im nahgelegenen Café) ein Loch in den Sand buddeln, welches sich dann mit heissem Quellwasser füllt.

Die Fahrt ging nun weiter Richtung Süden nach Rotorua. Die Stadt liegt am gleichnamigen See, wo es Geysire, Schlammpools, heisse Quellen und viel Maori Kultur gibt. Bei unserem Besuch im „Te Puia“ Thermalpark durften wir auch viel über die Maorikultur erfahren und einem Haka Begrüssungsritual zuschauen. Möchten Sie ein wenig weg vom Schwefelgeruch? Dann schlendern Sie über den Redwood Treetop Walk. In der Höhe von 20 Metern können Sie über 28 Hängebrücken von Baum zu Baum spazieren.

Nach zwei Tagen in Rotorua führte unser Weg in die Mitte der Insel, zum Lake Taupo.  Der riesige See entstand bei einem Vulkanausbruch und ist ein beliebtes Ziel für alle Wasser- und Sportbegeisterte. Von hier aus lohnt sich ein Besuch der spektakulären Huka Falls. Die riesigen Wasserfälle lassen über 220‘000 Liter Wasser pro Sekunde fallen. Wir wären gerne noch etwas länger am Lake Taupo geblieben, aber unser Etappenziel war Napier. Diese Küstenstadt wurde nach einer Naturkatastrophe im Art Deco Stil wieder neu aufgebaut. Napier liegt inmitten der Hawke’s Bay, der bekanntesten Weinregion Neuseelands.

Als südlichste Stadt der Nordinsel liegt die Hauptstadt Wellington an der Cookstrasse. Kein Wunder nennen die Kiwis Wellington auch „Windy – Welly“. Auch uns blies ein heftiger Wind um die Ohren. Nebst vielen Bars und Restaurants entlang der Cuba Street können Sie das Nationalmuseum „The Papa“ besuchen. Erleben Sie hier die Geschichte Neuseelands auf eindrückliche und interaktive Art und Weise. 

Südinsel

Die rund dreieinhalbstündige Überfahrt von Wellington auf die Südinsel nach Picton führt mit der Interislander Fähre über die Cookstrasse, durch die spektakuläre Landschaft der Marlborough Sounds. 

Picton ist eine malerische Hafenstadt mit einigen Cafés und Galerien. Der Ort ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Marlborough Sounds.  

Für die Weiterfahrt in den Westen der Südinsel wählten wir die Strecke über den Queen Charlotte Drive. Welch gute Entscheidung – diese kurvenreiche 35 km lange Strecke ist einfach wunderschön und bietet einen tollen Ausblick über die Fjorde.

Für die nächsten paar Tage buchten wir ein sehr schönes Guesthouse im Abel Tasman Nationalpark. Diese Gegend zählt zu den sonnigsten Regionen des Landes und der Park ist nur zu Fuss oder mit dem Kajak zu erkunden. Es gibt unzählige Wanderwege durch Wälder, die zu den goldgelben Stränden führen. Sie können zwischen einfachen Wanderungen bis zu mehrtägigen Touren wählen. Wir entschieden uns, einen Weg zu Fuss zu machen und retour genossen wir die Fahrt mit dem Wassertaxi, welches noch einen Stopp beim bekannten „Split Apple Rock“ machte. Dieser Park ist wirklich ein Muss für alle Wander-, Strand- und Naturliebhaber.

Weiter ging es der Westküsten entlang Richtung Süden. Diese wilde Küstenstrasse gilt als eine der schönsten der Welt und bietet Berge, Gletscher, Regenwälder und vieles mehr. Sind Sie schwindelfrei? Falls ja, dann stoppen Sie doch bei der Buller Gorge Swingbridge, der längsten Hängebrücke Neuseelands.

In Punakaiki bezogen wir unser Hotel direkt am Meer und konnten den tosenden Wellen zusehen. Wir nahmen uns genügend Zeit, um die Pancake Rocks und die Blowholes von Punakaiki zu besuchen. Diese Felsformationen heissen so, weil sie wie aufgeschichtete Pfannkuchen aussehen.

Weitere Highlights an dieser Küste sind der berühmte Franz Josef- und der Fox Gletscher. So vielfältig ist Neuseeland- morgens am Meer und nachmittags bereits auf einem Gletscher. Nebst Gletscherwanderungen, ist der Ausflug zum Lake Matheson sehr empfehlenswert. In rund einer Stunde können Sie auf einem Waldweg diesen See umrunden, in welchem sich bei sonnigem Wetter der Mount Cook herrlich spiegelt.

Unsere Reise führte uns über den Haast Pass weiter nach Wanaka. Diese kleine Stadt liegt am gleichnamigen See und ist auch Heimat des berühmten Wanaka Trees. Dieser im Wasser stehende Baum hat bereits unzählige Posts auf Instagram und sogar eine eigene Facebookseite. Kein Wunder zieht dieses tolle Fotomotiv unzählige Touristen jährlich an.

Unsere tolle Reise endet in der Adrenalin Hauptstadt Queenstown. Queenstown gilt als Outdoor Paradies und liegt am Lake Wakatipu. Umgeben ist die Stadt von den Südalpen. Wir liessen es uns nicht nehmen und nahmen die „Gondola“ auf den Bob’s Peak und genossen die fantastische Aussicht über die Stadt und den See. Auf dem Berg gibt es viele Aktivitäten, die etwas Mut brauchen. Bungee Jumping war mir doch zu viel… Mit Herzklopfen und viel Adrenalin schwangen wir dafür mit den Ziplines durch die Bäume. Wow, was für ein Abenteuer! Mögen Sie es lieber ruhig? Dann empfehle ich eine Dampfschifffahrt mit der nostalgischen TSS Earnslaw auf dem Lake Wakatipu. Zum Abschluss unserer Reise erfüllte ich mir noch einen Traum. Wir unternahmen mit dem Helikopter einen

Tagesausflug zum Milford Sound. Nach diesem tollen Flug über die Alpen, konnten wir beim strahlenden Wetter noch per Schiff die spektakuläre Fjordlandschaft geniessen.

Neuseeland hat mich mit all seinen Facetten begeistert. Ich würde mich freuen, auch Ihnen dieses Traumland näher zu bringen. 

 

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