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Reisebericht Philippinen

Reisebericht Philippinen vom 04.05.2017 – 14.05.2017

von Hansruedi Hauri Jun.

Fast jedes Jahr bin ich mit meiner Familie zu Besuch bei den Schwiegereltern auf den Philippinen. In den letzten zehn Jahren habe ich durch zahlreiche Reisen einige Inseln sowie die Kultur der Philippinen kennengelernt. Die nachstehend beschriebene Reise machte ich zusammen mit meiner Frau anlässlich einer Rekognoszierung für eine Gruppenreise.

Meine Frau und die beiden Kinder waren bereits einen Monat vorher auf die Philippinen zur Familie gereist. Mein Ziel war, zwei Tage in Davao zu verbringen um die Kinder zu sehen, bevor meine Frau und ich auf die Rundreise gingen. Die geplante Reise wurde aber bereits am Flughafen Zürich umgestellt. Bei Ankunft am Flughafen erfuhr ich, dass mein Flug von Singapur 7h Verspätung hatte. Da ich somit den einzigen Flug nach Davao verpasste, entschied ich mich direkt nach Manila zu fliegen. Meine Frau reiste dann einen Tag später alleine nach Manila, wo unsere Rundreise startete. Schade, konnte ich die Kinder nicht schon jetzt wiedersehen. Durch meine frühere Anreise hatte ich Zeit, die Umgebung in und um Makati individuell zu besichtigen bis ich am Abend endliche meine Frau im Hotel begrüssen konnte.

05.05.2017 Manila

Am Morgen wurden wir im Hotel von unserem deutschsprechenden Reiseleiter Gerry empfangen, der uns in den folgenden Tagen begleitete. Zuerst ging es auf Entdeckungstour durch Manila. Wir lernten viel Neues über die Stadt der Kontraste. Wir genossen die Aussicht auf die Skyline von der berühmten Manila Bay aus. Ein Abstecher führte uns durch die Pflasterstrassen der historischen Altstadt Intramuros, wo wir auch die älteste Steinkirche des Landes, San Augustin besichtigten. Das Abendessen wurde uns in einem einmaligen Restaurant serviert, im Kontrollturm des ehemaligen Nielson Airfields.

06.05.2017 Manila – Banaue

Am frühen Morgen starteten wir bereits auf dem Express Highway und der Cagayan Road ins 360 km entfernte Banaue. Für diese Strecke benötigten wir fast den ganzen Tag. Reisfelder, Plantagen und kleine Dörfer prägten die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft. Über kurvenreiche Strassen erreichten wir am späten Nachmittag das auf 1300 m.ü.M. gelegene Banaue. Dort übernachteten wir im einfachen Banaue Hotel.

07.05.2017 Banaue

Mit einem lokalen «Jeepeny» fuhren wir zu einem Dörfchen, welches wir von der Hauptstrasse aus mit einer kurzen Wanderung durch die Reisterrassen erreichten. Den heutigen Tag verbrachten wir in den Cordilleras mit den traumhaften Reisterrassen.

08.05.2017 Banaue – Bontoc – Sagada

Ueber Natur- und Bergstrassen, vorbei an Reisterrassen und noch ursprünglichen Dörfern gelangten wir nach Bontoc. Dort besichtigten wir das ethnologische Museum, anschliessend fuhren wir weiter nach Sagada, welches besonders für die «Hängenden Särge» bekannt ist. Am Abend wurden wir zum Abendessen im Masferre Inn erwartet.

09.05.2017 Sagada – Baguio

Durch herrliche Landschaften fuhren wir nach Baguio, der Sommerhauptstadt der Philippinen. Auf dieser Seite des Gebirges wechselt die Landschaft von Reisterrassen zu Gemüseterrassen. Es war interessant zu sehen, wie mit sehr einfachen Mitteln geerntet wird. Während einer Tour in Baguio lernten wir die Stadt kennen und besichtigten eine Kirche, den Burnham Park sowie die Sommerresidenz des Präsidenten. Ein Höhepunkt war der Besuch eines farbenfrohen Marktes. Da unser Hotel El Cielito Inn überbucht war, wurden wir ins qualitativ wesentlich bessere The Manor at Camp John Hay umgebucht.

10.05.2017 Baguio – Manila – Bacolod

Die letzte Etappe in Nord-Luzon führte uns durch die Zentralebene zurück ins Tiefland. Am frühen Abend trafen wir zum Abendessen in Manila ein, anschliessend bestiegen wir das Flugzeug Richtung Bacolod auf der Insel Negros. Leider hatte auch dieser Flug Verspätung und wir kamen erst um Mitternacht in unserem Hotel an.

11.05.2017 Bacolod

Die Region um Bacolod lebt heute noch vom Zuckerrohr-Anbau. Felder, mit Zuckerrohrpflanzen prägen die Landschaft. Mit der Einführung des kommerziellen Zuckerrohranbaus erfuhr diese Region einen wirtschaftlichen Aufschwung. Von diesem Wohlstand sind nur die prachtvollen Villen im spanischen Kolonialstil geblieben. Heute fuhren wir nach Silay, einer Stadt mit einem ruhigen Zentrum, in dem es noch viele dieser kolonialen Häuser gibt. In einem Museum erfuhren wir mehr über das Leben auf den Plantagen im 19. Jahrhundert.

12.05.2017 Bacolod – Dumaguete

Heute waren wir bereits wieder früh unterwegs. Es erwartete uns eine lange Fahrt von Bacolod nach Daumaguete. Vorbei an Zuckerrohrplantagen und kleinen Dörfern gelangten wir zu unserem Boutique Resort mit nur gerade 30 Zimmern. Das Hotel liegt inmitten einer grossen Kokosplantage direkt am Meer. Es ist ein idealer Ort, um sich von der langen Reise zu erholen.

13.05.2017 Apo Island

Mit dem Auslegerboot gelangten wir heute auf die Insel Apo. Hier ist die Unterwasserwelt noch intakt und voller Meereslebewesen, unter anderem leben dort Riesenschildkröten. Ich schnorchle nicht, aber meine Frau konnte sie aus der Nähe beobachten – ein unvergessliches Erlebnis. Während ihres Schnorchelausfluges spazierte ich durch das Dorf und machte mich auf die Suche nach einem kühlen Bier. Das Mittagessen genossen wir an einer kleinen Bucht direkt am traumhaften Strand.

14.05.2017 Dumaguete – Cebu – Davao

Heute war eigentlich die Fährenfahrt von Dumaguete nach Cebu geplant. Leider hatte die Fähre einen Defekt und war für unbestimmte Zeit ausgefallen. Unser Reiseleiter Gerry hatte natürlich sofort eine Idee, wie man das Problem lösen konnte. Auf dem Landweg erreichten wir eine weitere Fähre, welche uns an den südlichsten Punkt der Insel Cebu brachte. Mit dem Bus mussten wir via Oslob der Küste entlang bis zum Flughafen Cebu fahren. Trotz Programmänderung sind wir pünktlich am Flughafen angekommen. Dort wurde uns dann mitgeteilt, dass unser Flug vier Stunden Verspätung hat. Unsere Familie war bereits am Flughafen Davao und erwartete uns. Nur durch den tollen Einsatz von Gerry konnten wir auf einen früheren Flug mit einer anderen Airline umgebucht werden.

Die Reise hat uns bestätigt, dass man auf den Philippinen wirklich mehr als genügend Zeit einplanen muss. Fähren können ausfallen, Flüge haben dauernd Verspätung. Es macht daher Sinn, vor Langstreckenflügen eine Zusatznacht einzuplanen.

Nach der Landung in Davao konnte ich nach 6 Wochen endlich meine beiden Kinder wieder in die Arme schliessen. Wir verbrachten noch weitere zwei Wochen in Davao und auf der Insel Samal, bevor wir alle gemeinsam wieder nach Zürich reisten.

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